Abschied vom billigen Geld: Verkleinert Bernanke die Geldspritze? Was dann? – Geldanlage – Finanzen – Wirtschaftswoche

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Abschied vom billigen GeldVerkleinert Bernanke die Geldspritze? Was dann?

Seit Monaten schauen Anleger mit Argusaugen nach Washington. Wird die US-Notenbank Fed ihre Anleihekäufe in Kürze reduzieren? Wenn ja, wie dramatisch fallen die Kürzungen bei der expansiven Geldpolitik der weltweit wichtigsten Zentralbank aus?

Am Mittwochabend erhoffen sich Investoren endlich eine Antwort auf diese und zahlreiche weitere Fragen. Denn nachdem die amerikanischen Währungshüter die weltweiten Märkte mehrfach mit kryptischen Andeutungen zu ihrer Geldpolitik durcheinandergewirbelt haben, sollen nach dem Treffen der Notenbanker am Mittwoch konkrete Fakten zum Ausstieg genannt werden. Alles sieht danach aus, als würden Fed-Chef Ben Bernanke und seine Kollegen den Weg zum Ausstieg aus der ultra-expansiven Geldpolitik ebnen – allerdings sehr langsam.

Ein schnelles Ende des billigen Geldes ist sehr unwahrscheinlich. Besonders seit der bisherige Kandidat auf die Bernanke-Nachfolge, Lawrence Summers, am Wochenende erklärte, nicht mehr Fed-Chef werden zu wollen. Denn nun ist Janet Yellen in der Favoritenrolle, und die Ökonomin gilt als geldpolitische Taube. Eine Fed-Chefin Yellen würde also vermutlich die expansive Politik Bernankes fortsetzen. Ihr Aufstieg zur Favoritin schubste den Deutschen Aktienindex (Dax) am Montag gleich auf ein neues Allzeithoch jenseits der 8600-Punkte-Marke.

Um einen richtigen Ausstieg handelt es sich sowieso nicht. Denn Bernanke und seine Fed-Kollegen wollen lediglich die Anleihekäufe reduzieren – bisher haben sie jeden Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen gekauft. Jetzt rechnen Analysten damit, dass Bernanke die Käufe zunächst um zehn Milliarden Dollar reduziert und dann nachlegt. Es wird also weiterhin billiges Geld in die Wirtschaft fließen, nur nicht mehr ganz so viel wie jetzt. „Wahrscheinlich wird die Fed die Anleihekäufe erst mal nur in kleinem Umfang reduzieren“, sagt Tobias Basse, Aktienstratege der Norddeutschen Landesbank (NordLB). Andernfalls würden die Währungshüter den amerikanischen Immobilienmarkt erneut durcheinander wirbeln.

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