Ölmarkt

Der Ölmarkt verändert sich, die Opec hat ihre ordnende Rolle verloren. 
Im Jahr 2011 war es so weit. Die Internationale Energieagentur erklärte, nun sei das viel diskutierte Ölfördermaximum (peak oil) in der Welt erreicht. Die meisten Analysten gingen davon aus, dass sich die Ölreserven dem Ende zuneigen, leiteten daraus steigende Preise und Konflikte um die knapper werdenden Reserven ab. 

David King, wissenschaftlicher Chefberater der britischen Regierung, sprach gar von bevorstehenden „Kriegen um Ressourcen“. Der bis 114 Dollar (Juni 2014) hochgetriebene Ölpreis ermöglichte der Industrie die Erschließung neuer, bis dahin unrentabler Projekte durch Tiefseebohrungen, Schieferölförderung und Ölsandnutzung. Das Angebot überstieg plötzlich die Nachfrage, die Preise stürzten bis Februar 2016 um 70 Prozent ab. Auch wenn sie seitdem wieder etwas angezogen haben und die globale Produktion im Juni unter der des Vorjahres lag, bleibt die Lage im Kern unverändert: Die Ölproduktion ist höher als der Bedarf. Hätte es die Bombardierung der Trans Forcados Pipeline in Nigeria nicht gegeben, würden Angebot und Nachfrage noch weiter auseinanderklaffen. Die Ölspeicher sind weltweit mit über drei Milliarden Fässern gefüllt, 222 Millionen mehr als vor einem Jahr.

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